Filmen mit der Spiegelreflexkamera: Vor- und Nachteile:

Filmen mit der Spiegelreflexkamera Vorteile Nachteile

Über die letzten 2 Jahre ist die Anzahl an Filmern gestiegen, die mit einer DSLR arbeiten. Warum das so ist, ob auch Du mit einer DSLR filmen kannst und welches Equipment man dazu benötigt, erkläre ich Dir in diesem Beitrag.

Warum sollte man mit einer DSLR filmen?

Viele denken beim Filmen, sofort an den klassischen Camcorder. Allerdings sind diese inzwischen gar nicht mehr so beliebt bzw. haben auch einige Schwächen gegenüber den DSLRs. Welche das sind und wo Camcorder ihre Vorteile aus spielen können, erläutere ich einmal im Folgenden.

Der Hauptgrund für den Boom der filmenden DSLR liegt hauptsächlich in einem einzigen Bauteil begründet: Dem Sensor. Dieser ist nämlich deutlich größer als bei den herkömmlichen Camcordern und erlaubt es einem vereinfacht gesagt mit einem verschwommenen Hintergrund zu filmen.

Außerdem kann man die Objektive wechseln und damit optimal an die Filmszene an passen. Das führt unweigerlich dazu, dass die Bildqualität deutlich besser ist als bei Camcordern. Allerdings ist diese Art der Filmerei auch nicht gerade billig oder schnell.

Was spricht gegen das Filmen mit einer Spiegelreflexkamera?

Allerdings muss man beim Filmen mit einer DSLR in sehr vielen Bereichen Abstriche machen. So kann man zum Beispiel oft keinen Kopfhörer anschließen oder den Ton nur mit minderer Qualität auf nehmen. Des Weiteren lässt er sich gerade bei etwas älteren Modellen nur schwer oder gar nicht aus pegeln.

Daher werden oft externe Audiorecorder zur Tonaufnahme eingesetzt. Hiermit lassen sich zwar die oben erwähnten Punkte aus der Welt schaffen, leider tauchen aber wieder neue auf. So muss das Material später beim Schneiden mit dem Ton synchronisiert werden und vor dem Beginn jeder Aufnahme muss bzw. sollte man einmal laut in die Hände klatschen oder eine Filmklappe benutzen.

Außerdem kann man mit Spiegelreflexkameras nicht besonders lange am Stück filmen. Einerseits überhitzen sie gerade bei wärmeren Wetter schnell und andererseits kann man selten länger als 15 Minuten Videomaterial auf einmal auf nehmen. Für Sportereignisse lohnen sie sich daher eher als Zweit- oder Drittkamera.

Des Weiteren arbeitet der Autofokus beim Filmen nicht besonders effektiv. Inzwischen gibt es zwar viele Modelle mit einem sogenannten kontinuierlichem Autofokus. Allerdings dauert auch hier das scharf stellen lange oder gelingt einfach nicht.

Einfach drauf losen filmen geht mit Spiegelreflexkameras auch nicht. Das liegt zum einen daran, weil sie im Automatikmodus nur Mist produzieren und ein Bildstabilisator fehlt. Daher muss man die Kamera vor jeder Aufnahme händisch einstellen und ein Kamerastativ oder Schulterrig zur Bildstabilisation einsetzen.

Das Spiegelreflexkamera-tests.net Fazit:

Wer hauptsächlich szenische arbeit und die Zeit und Muse hat, den Ton im Nachhinein zu synchronisieren, sollte auf alle Fälle zu einer Spiegelreflexkamera greifen. Denn die Bildqualität ist überragend und man kann zudem noch viele tolle Schärfeverlagerungen realisieren.

Wer hingegen vorhat, Sportereignisse oder Events zu dokumentieren ist mit einem Camcorder besser beraten. Der Autofokus arbeitet schneller und zuverlässiger, man braucht keinen externen Audiorecorder und auch nicht unbedingt ein Stativ. Außerdem kann man auch einfach drauf los filmen, weil die Automatik nicht aufs Fotografieren, sondern aufs Videografieren aus gelegt ist.

Ich hätte in den Artikel gerne noch Kameradrohnen und den dortigen Einsatz von Spiegelreflexkameras erläutert. Das wäre sicherlich noch interessant gewesen. Leider hätte das den Rahmen des Artikels gesprengt. Wer sich über das Filmen mit einer Drohne, speziell mit einer DSLR, informieren möchte, sollte einfach mal auf drohne-mit-kamera.org vorbeischauen.