Fotobearbeitung mit Freeware – Meine Erfahrungen

Abend

Solange ist es noch gar nicht her, dass ich mit kostenlosen Programmen wie Gimp oder Photoscape gearbeitet habe. Inzwischen benutze ich diese nicht mehr und greife auf günstige Software wie Corel Photopaint und natürlich den Platzhirsch Photoshop zurück. Doch woran liegt das und ist Freeware vielleicht einfach Schrott?

Warum nur noch „richtige“ Programme?

Diese Frage wird mir sowohl von Kumpels auch auf Fremden immer wieder gestellt. Sie können einfach nicht verstehen, warum ich mir Fotobearbeitungsprogramme für Geld gekauft habe. Die Aussagen und brummeligen Kopfschüttler haben immer wieder eins gemein, nämlich den folgenden Spruch: Das Geld hast du doch zum Fenster rausgeschmissen!

Aber ist dies wirklich so?

Ich sage ganz klar und unverblümt: Nein! Und dabei handelt es sich keinesfalls um eine Trotzreaktion. Das Gegenteil ist der Fall. Ich weiß ganz genau warum ich besagte kostenlose Programme eben nicht einsetze.

Einerseits ist der Funktionsumfang deutlich geringer als bei meinen bezahlten Programmen und andererseits stürzen sie regelmäßig ab oder brauchen ewig für manche Arbeitsschritte. Des Weiteren ist der Bedienungskomfort unterirdisch. Ich kann mich einfach nicht an manch abenteuerliche Bedienungskonzepte der Freeware gewöhnen.

Ist die Freeware daher zu nichts zu gebrauchen?

Diese Frage muss auf jeden Fall noch in den Artikel eingearbeitet werden. Mit meinen Aussagen möchte ich nämlich nicht sagen, dass die ganzen kostenlosen Programme nichts taugen. Dem ist bei weiten nicht so.

Aber für den professionellen Einsatz eigenen sie sich schlicht und ergreifend nicht. Ich habe nämlich einfach nicht die Zeit für Abstürze, Aufhänger oder um manche Arbeitsschritte, die nicht wirklich intuitiv funktionieren, auswendig zu lernen.

Außerdem gibt es immer wieder Probleme bei der Bearbeitung von RAW-Dateien. Manchmal können sie von einer auf die anderen Minute nicht mehr gelesen werden oder sie öffnen sich erst nach ein paar Minuten. Und nein an meinem Rechner liegt es nicht.

Er ist mit 16 GB Ram, Intel Core i7, dedizierter Grafikkarte und mehreren SSDS ausgestattet. Ich benutze ihn ja schließlich auch zum Schneiden von Eventfilmen. Bei Fotos sollte er also nicht schlapp machen.

Mein Fazit

Ich möchte noch einmal kurz und knapp zusammenfassen was ich eigentlich sagen möchte. Ich verzichte auf die Freeware, weil sie mir zu langsam ist und teils auch zu oft abstürzt. Außerdem ist die Bedienung oft gewöhnungsbedürftig und nicht auf die Ansprüche von Profis wie mir ausgelegt.

Für Anfänger hingegen ist die Freeware perfekt. Einerseits weil sie umsonst ist und andererseits weil man viel experimentieren kann, bevor man Geld für eine ordentliche Software ausgibt. So bleibt mehr Geld für zusätzliches Equipment oder eine neue Spiegelreflexkamera.