Bei welchem Zubehör kann man mithilfe von Drittanbieter-Artikeln so richtig Geld sparen?

Billiges Kamerazubehör

Diese Frage wurde uns in der letzten Zeit so häufig gestellt, dass wir diese nicht mehr einzeln via Mail, sondern in einem eigenen Artikel beantworten wollen bzw. müssen. Dabei behandeln wir alle wichtigen Produktkategorien, die für Fotografen & Filmer interessant sind.

Batteriegriffe:

Hier sind wir von den Drittanbietermodellen nicht besonders angetan. Denn sie passen meist nicht genau und sind auch nicht so hochwertig verarbeitet wie die Kamera an sich. Außerdem funktionieren die Knöpfe oft gar nicht oder zumindest nicht fehlerfrei. Auch der Verschleiß geht in der Regel deutlich schneller von statten.

Blitzgeräte:

Hier kann man richtig gut sparen. Denn die sehr billigen Blitzgeräte der Drittanbieter stehen den teureren Markenprodukten in fast nichts nach. Teilweise lassen sich beim Kaufen bis zu 70 % ein sparen. Im Großen und Ganzen lässt sich wirklich sagen, dass es hier zwischen der Markenware und dem günstigen Modellen der Drittanbieter fast keine Unterschiede gibt.

Kamerastative:

Es gibt am Markt inzwischen immer mehr günstige Stative von Drittanbietern. Allerdings kann deren Qualität meist nicht überzeugen. Es gibt zwar ein paar Ausnahmen, aber im Großen und Ganzen sollte man im Bereich der Kamerastative lieber zur Markenware greifen.

Ansonsten riskiert man nur, dass z. B. der Stativkopf unter dem Gewicht der Kamera nach gibt oder man Probleme bei der Langzeitbelichtung bekommt. Ein wackeliges Stativ ist hierbei nämlich ein richtiges „No-Go“. Oft kommt es bei billigen Stativen auch vor, dass das Wechseln der Kamera nur mit viel Gewalt funktioniert. Den oft schlecht passenden Schnellwechselplatten sei Dank.

Kamerataschen & Fotorucksäcke:

Hier ist man seit ein paar Jahren nicht mehr auf teure Markenprodukte angewiesen. Das ist hauptsächlich Amazon zu verdanken, denn diese haben im Rahmen Ihrer AmazonBasics Serie ein Reihe von günstigen und hochwertigen Taschen & Rucksäcke für Fotografen und Filmer auf den Markt gebracht. Diese können problemlos mit den teilweise dreifach so teureren Modellen der Markenherstellern mit halten.

Objektive:

Gerade hier lässt sich am meisten sparen. Nur lohnt sich das wirklich? Definitiv ja, denn es gibt kaum Unterschiede zwischen den Gläsern der Kamerahersteller und denen von Drittanbietern. Daher würde ich gerade Anfängern immer dazu raten sich lieber Objektive von Drittanbietern zu zu legen als ein teures Glas des eigenen Kameraherstellers zu kaufen. Denn die Bildqualität ist in der Regel kaum schlechter und auch über die Verarbeitungsqualität kann man nichts Negatives sagen.

Wer allerdings wirklich alles aus seiner Kamera bzw. seinen Bildern heraus kitzeln möchte, sollte lieber zu einem Objektiv des eigenen Spiegelreflexkamera-Herstellers greifen. Das liegt zum Einen daran, weil diese Gläser perfekt auf die eigene Kamera abgestimmt sind und zum Anderen daran, weil die Hersteller regelmäßig Firmwareupdates heraus bringen, die kleine Objektivfehler direkt innerhalb der Kameras aus bügeln. Bei Drittanbietergläsern muss man dies selber in der Postproduktion (Bildbearbeitung) erledigen. Dies geht aber meist problemlos von der Hand, ist aber natürlich auch ein bisschen zeitaufwendiger. Markengläser machen es einem hier definitiv leichter.

Videoleuchten:

Zwar gehören die Videoleuchten nicht zu Grundausstattung eines jeden Hobbyfilmers, aber gerade hier kann man so richtig Geld sparen. Denn die günstigen Videolampen stehen den teilweise deutlich teureren Konkurrenzprodukten der Markenherstellern in fast nichts nach. In der Regel sind sie von der Lichtfarbe genauso gut und auch aus Sicht der Qualität kann man nur selten etwas Schlechtes über sie sagen.

Lediglich die mitgelieferten Akkus können nicht mit denen der Markenleuchten mithalten. Dies können Hobbyfilmer aber in der Regel getrost ignorieren, da sie meistens nicht lang genug am Stück filmen um den Unterschied zu bemerken. Außerdem lässt sich der Akku in einer Drehpause im Hand umdrehen wechseln und so kann man das Leerlaufen in der Regel zu 80 % verhindern.

Das Spiegelreflexkamera-tests.net Fazit:

Wie man nun gesehen hat, kann man beim meisten Kamerazubehör richtig Geld sparen. Allerdings sollte man immer genau prüfen, ob das Drittanbieterequipment hält was es verspricht und im Zweifelsfall lieber zur Markenware greifen.