Kitobjektive – ja oder nein?

Kitobjektive ja oder nein

Bevor ich zum Beantworten dieser spannenden und viel diskutierten Frage komme, möchte ich erst einmal kurz erklären was ein Kitobjektiv denn überhaupt ist. Darunter versteht man ein im Lieferumfang einer DSLR enthaltenes Einsteiger-Objektiv. So eines geben die Hersteller meist gegen einen geringen Aufpreis zum Kamera Body dazu. In der Regel kosten die Kitobjektive dann nur rund 30 bis 50 €. Das allerdings nur wenn man sie gleich mit der Kamera und nicht erst später kauft. Möchte man ein Kitobjektiv hingegen erst zu einem späteren Zeitpunkt erwerben, muss man meist um die 100 € ausgeben.

Was spricht für ein Kitobjektiv?

Wie oben bereits erwähnt der geringe Preis. Günstigere Objektive findet man am Markt nämlich nicht. Selbst Drittanbieter liegen deutlich über dem günstigen Preis der Kitobjektive. Das ist aber bei weitem nicht der einzige Vorteil, denn die kleinen Objektive mit sich bringen.

So können sie oft mit einer ordentlichen Bildqualität und einem guten Bildstabilisator glänzen. Außerdem eignen sie sich perfekt für die ersten Gehversuche in der Welt des Fotografierens. Denn man lernt so erst einmal die Grundfunktionen eines Objektivs kennen. Außerdem kann man zu einem späteren Zeitpunkt gut abwägen, welche Features man denn nun bei einem neuen Objektiv benötigt und auf welche man notfalls auch verzichten kann.

Haben Kitobjektive auch Schwächen?

Wie bei allen Dingen im Leben, gibt es auch bei den hier vorgestellten Kitobjektiven Nachteile. Leider besitzen sie keinen besonders guten Autofokus. Das führt leider oft dazu, dass man manuell nach fokussieren muss oder bei Sportereignissen nicht ein scharfes Bild schießen kann.

Zudem eignen sie sich auch nicht zum Fotografieren bei wenig Licht. Denn die Blende lässt sich nicht weit genug öffnen um die ISO-Werte im Rahmen zu halten. Das führt leider unweigerlich zu verwaschenen bzw. pixeligen Bildern.

Ebenso bedingt durch die geringe Blendenöffnung, ist es äußerst schwierig, aber möglich Bilder mit unscharfem Hintergrund zu knipsen. Leider muss man hierfür stets im hohen Telebereich arbeiten, was in vielen Fällen zu verwackelten Bildern führt. Denn die eingebauten Bildstabilisatoren arbeiten auch nicht so gut wie in den höher bepreisten Objektiven. Ein gutes Kamerastativ ist daher oft Pflicht.

Das Spiegelreflexkamera-Tests.net Fazit:

Kitobjekte eigene sich sehr gut für Anfänger, die vor allem erst mal ein paar Erfahrungen im Bereich der Fotografie sammeln möchten. Wer allerdings gleich voll einsteigen will, sollte sich das Geld lieber sparen und gleich ein ordentliches Objektiv erwerben.