Nikon D610: Einstieg ins Vollformat

Nikon D610 DSLR Spiegelreflexkamera-tests.net

Bereits ein Jahr nach der D600 wurde bereits die Nikon D610 auf den Markt gebracht. Zu den Neuerungen zählten eine höhere Serienbildrate und ein neuer Verschluss. Die 24 Megapixel Auflösung ist aber geblieben. Allerdings hat sich die Akkulaufzeit verringert und man kann nur noch 1.460 statt 1.560 Bilder mit einer Akkuladung machen. Auch die Bildqualität hat sich gegenüber der Vorgängerin etwas verschlechtert.

Ausstattung & Technik der Nikon D610

Die D610 schafft nur 6 Bilder pro Sekunde und hat die Möglichkeit das Geräusch vom Spiegelschlag zu dämpfen für besonders leise Aufnahmen. Am Gehäuse hat sich nur wenig verändert. Der Abrieb der Verschlussmechanik wurde ebenfalls verringert, wodurch eine häufige Sensorreinigung nicht mehr erforderlich ist.

Der automatische Weißabgleich liefert nun bessere Ergebnisse und die Kamera eignet sich ebenfalls sehr gut für Einsteiger. Der AUTO-Modus ist dafür verantwortlich, dass die Kamera alle relevanten Einstellungen übernimmt. Wer den Automodus nicht mag, der kann auf 19 Motivprogramme zurückgreifen. Auch der Blitz klappt dann automatisch aus, wenn er benötigt wird.

Allerdings wurde die D610 als Arbeitstier entwickelt. Dafür hat die Nikon eine hohe Ausstattungsliste erhalten, die kaum Wünsche offen lässt. Die 39 Sensoren erfüllen zuverlässig ihre Arbeit und das Fokussieren dauert je nach Objektiv zwischen 0,3 und 0,5 Sekunden. Im Live View-Modus benötigt die D610 allerdings 1,5 Sekunden. Das ist besonders bei Videoaufnahmen ärgerlich, da er hier auch ordentlich pumpt. Videos werden in Full-HD aufgezeichnet, allerdings nur mit 30 Bildern pro Sekunde.

Die zahlreichen Bearbeitungsoptionen beim Wiedergabemodus sich beachtlich. Zulaufende Schatten können automatisch aufgehellt werden oder Verzeichnungskorrekturen werden automatisch vorgenommen. Stürzende Linien können sofort ausgeglichen werden und im Menü befinden sich zahlreiche Filteroptionen. Bei Bedarf werden RAW-Aufnahmen sofort in JPEGs umgewandelt.

Bildqualität

Die D610 verleiht ihren Bildern bei hohen Empfindlichkeiten mehr Details. Dafür ist das Rauschverhalten etwas stärker geworden. Die 24 Megapixel des Vollformatssensors sind vollkommen ausreichend und erst ab ISO 3.200 wird die kritische Grenze erreicht. Bis zu diesem Punkt sind die Bilder sehr gut, da die Rauschunterdrückung zurückhaltend abgestimmt wurde. Ab ISO 12.800 sind die Bilder kaum noch brauchbar. Eine perfekte Ausgabedynamik zeigt sich bei ISO 200. Hier erhält man feinste Tonabstufungen und eine gut abgestimmte Farbwiedergabe. Dies kommt auch durch die hohe Weißabgleichsgenauigkeit des automatischen Weißabgleichs. Die D610 scheitert auch nicht an Glühlampenlicht. Hier werden die Farben neutral angezeigt und erzeugen eine warme Stimmung.

Die Bildqualität ist als sehr gut zu bezeichnen, wenn auch das mitgelieferte Kit-Objektiv zu wünschen übrig lässt. An den Rändern fällt das Auflösungsvermögen stark ab. Dieses Problem kann nur durch starkes Abblenden vermindert werden. Im Weitwinkelbereich wird stark verzeichnet und im Telebereich werden die Bilder kissenförmig. Die Randabdunklung ist allerding in Ordnung.

Verarbeitung & Ergonomie

Wer die D610 das erste Mal in die Hand nimmt wird sagen, dass dies eine echte Kamera ist. Das Gehäuse ist solide und wuchtig mit einem Gewicht von 800 Gramm. Mit einem Nikkor 24-85 ist man schnell bei 1350 Gramm. Wenn Nikon sich nicht für eine Magnesium-Legierung entschieden hätte, wäre der Bolide wohl noch schwerer. Trotz des Gewichtes ist das Gehäuse ergonomisch geformt und liegt gut in der Hand. Alle Bedienelemente sind leicht zu erreichen.

Vor- und Nachteile der Nikon D610

Die Nikon D610 kann durch ihre Bildqualität überzeugen. Auch bei der Geschwindigkeit und den Ausstattungsmerkmalen gibt es kaum Kritikpunkte. Bei ISO 6.400 sind die Bilder durchaus noch ansehnlich und können immer noch in DIN A 3 ausgedruckt werden.

Mit einer Auslöseverzögerung von 0,4 Sekunden eignet sie sich auch sehr gut für Schnappschüsse. Im Live-View Modus benötigt sie allerdings 1,3 Sekunden für das Scharfstellen.

Die Akkulaufzeit ist leider geringer als bei den Vorgängern und im Videomodus benötigt der Live-View Modus recht lange. Wer in Full HD filmen möchte, kann nur auf 30 Bilder pro Sekunde zurückgreifen. Durch das komplexe Auswahlmenü und die Doppelbelegung der Knöpfe benötigt man etwas Einarbeitungszeit.

Anwendungsempfehlungen

Trotz ihres Gewichts eignet sich die D610 sehr gut um mit auf Reisen genommen zu werden. Aber auch im Studio erledigt sie ihre Arbeit zuverlässig. Wer in das Thema Vollformat einsteigen möchte, sollte sich die Nikon etwas genauer anschauen.

Einordnung ins Produktsortiment von Nikon

Die Nikon 600 wurde im Jahr 2012 vorgestellt und verfügte über einen 24,3 Megapixel Sensor. Die Vollformatkamera hat 19 Motivprogramme und kann Videos in Full HD aufzeichnen. Dies erledigt sie mit 30 Bildern je Sekunde. Sie verfügt über 39 Autofokus-Messfelder und ist staub- sowie spritzwassergeschützt.

Die D750 kann als Nachfolger angesehen werden. Sie verfügt ebenfalls über einen 24,3 Megapixel-Sensor. Sie hat ein ausklappbares Display und wiegt im betriebsbereiten Zustand 840 Gramm.

DX-Objektive

Auch Objektive für das DX-Bildsensorformat können an der D610 verwendet werden. Wird ein solches Objektiv verwendet, schaltet die Kamera auf einen DX-Modus um. Hierdurch kann aber nicht mehr die volle Auflösung des Sensors genutzt werden.

Fazit

Mit der D610 eröffnen sich dem Fotografen viele Gestaltungsmöglichkeiten. 24 Millionen Pixel stehen für eine gute Bildqualität und das niedrige Rauschverhalten macht sich besonders in der Dämmerung bemerkbar. Da auch DX-Objektive genutzt werden können, lohnt sich der Umstieg für viele Nikon Anhänger. Für diesen Preis ist es eine hochwertige Vollformatkamera, die durchaus auch von den Profis genutzt werden kann. Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt bei der Nikon D610.

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