Pentax K-1

Seit 2016 ist die erste Vollformatkamera, die Pentax K-1 des Unternehmens Pentax auf dem Markt, die bereits 2015 angekündigt und lange erwartet wurde. Sie verfügt über eine Auflösung von 36 Megapixel und ist eine echte Alternative zur Nikon D800 und dabei noch deutlich günstiger.

Ausstattung & Technik

Die K-1 wirkt robust und massig und wiegt fast 1.000 Gramm. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl mit einer Aluminium-Legierung, was dazu führt, dass die Kamera einige Strapazen überstehen kann. Gegen Staub und Feuchtigkeit schützen zusätzlich 87 Dichtungen und große Gummiabdeckungen für die Anschlüsse. Diese lassen sich allerdings nur schwer öffnen.

Trotz des hohen Gewichts liegt die Kamera gut und sicher in der Hand. Mit dem schlanken Kameragriff lässt sie sich gut führen und die Daumenmulde gibt dem Fotografen zusätzlich ein sicheres Gefühl. Viele dedizierte Bedienelemente sind gut erreichbar angeordnet und erleichtern die Bedienung der K-1. Mit drei Einstellrädern kann man verschiedenen Einstellungen vornehmen, die im Display übersichtlich angezeigt werden. Der Prismensucher bietet eine 100 Prozentige Abdeckung und ist sehr hell. Die Info-Anzeige lässt sich gut ablesen und auf Wunsch kann man eine elektronische Wasserwaage einblenden lassen.

Bildsensor

Beim Bildsensor mit einer Auflösung von 36 Megapixeln wurde auf einen Tiefpassfilter verzichtet aber eine Tiefpassfilterfunktion hinzugefügt. Die Bilder sind sehr detailreich und scharf und die Bilder können mit den Konkurrenten durchaus mithalten. Bis ISO 1.600 sind die Bilder sehr gut. Ab einem höheren ISO-Wert ist langsam ein Rauschen zu verzeichnen. Die Bildschärfe nimmt ab was dazu führt, dass die Kamera am besten bei guten Bedingungen zu verwenden ist.

Autofokus

Auch wenn die Pentax K-1 tolle Bilder macht, hat sie Probleme bei der Action- und Sportfotografie. Mit 4,4 Bildern pro Sekunde ist die Leistung recht niedrig und für schnelle Motive damit zu langsam. Auch der Autofokus ist zu langsam, wenn er einem Objekt folgen soll. Natürlich ist das verwendete Objektiv auch dafür verantwortlich. Der statische Autofokus arbeitet zuverlässig, wenn er auf gute Lichtverhältnisse trifft. Ändert sich die Situation kommt es schnell dazu, dass der Autofokus nicht mehr sicher trifft und ordentlich anfängt zu pumpen. Hier liefert der Live-View Autofokus bessere Ergebnisse. Auch Focus-Peaking wird angeboten.

Der Autofokus arbeitet mit 33 Messfeldern und ist bei Tageslicht in der Lage das Objekt in 0,18 Sekunden scharfzustellen. Bei Dämmerung dauert es etwa 0,2 Sekunden. Probleme sind also wie bereits erwähnt nur beim Nachschärfen oder in der Serienbildfunktion zu erwarten.

Gehäuse

Das Gehäuse der K-1 übersteht nicht nur Staub und Spritzwasser, sondern auch Temperaturen von bis zu -10 Grad. Das Display kann ausgeklappt und geschwenkt werden. Die Mechanik ist sehr aufwendig aber auch robust. Ebenfalls findet man ein Sonderfunktionsrad mit dem die verschiedenen Einstellungen ganz schnell gewechselt werden können.

Der Bildchip löst mit 36,2 Megapixeln aus und liefert hervorragende Bilder. Auch die Detailtreue ist sehr gut, was auch der geringen Weichzeichnung zu verdanken ist.

Vor-und Nachteile der Pentax K-1

Für die K-1 von Pentax sprechen sicherlich die hohe Auflösung und das robuste Gehäuse. Zur Ausstattung gehören GPS und WLAN, mit dem Bilder übertragen und die Kamera ferngesteuert werden kann. Der Sucher ist sehr hell und der eingebaute Bildstabilisator oft hilfreich. Leider können Videos nicht in 4K aufgenommen werden und Fokusfelder sind ziemlich mittig angeordnet.

Die K-1 richtet sich an den fortgeschrittenen Fotografen, ist aber auch vom Einsteiger gut bedienbar. Aufgrund ihres robusten Gehäuses eignet sie sehr gut für den Outdooreinsatz.

Einordnung ins Produktsortiment von Pentax

Die Pentax K-1 ist die erste Vollformatkamera des Unternehmens. Ob es ein Nachfolgemodell geben wird, steht im Moment noch nicht fest.

Fazit

Die Pentax K-1 kann sich im Vollformat-Sektor sehr gut behaupten und liefert mit ihren 36 Megapixeln gestochen scharfe Bilder auf hohem Niveau. Der Funktionsumfang ist großartig und das Bedienkonzept erschließt sich auch einem Umsteiger sehr schnell. Besonders wenn das Wetter plötzlich umschlagen sollte, muss man sich bei der K-1 keine Gedanken machen. Das entsprechende Objektiv natürlich vorausgesetzt. Leider ist der Nachführ-AF ein Schwachpunkt der Pentax, die sich aus diesem Grund nicht für die Sport- oder Actionfotografie wirklich eignet. Auch zum Filmen ist sie nicht die erste Wahl. Auf dem Stativ kann sie dafür vollends überzeugen und begeistert mit der Bildqualität. Bilder bis ISO 6.400 sind durchaus noch zu verwenden und die Pentax K-1 von Ricoh wird so zum Schnäppchen unter den Vollformatkameras.

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