Reisefotos richtig bearbeiten – Stadt und Landschaft

Reisefotos bearbeiten

Du kommst von einer großartigen Reise zurück und möchtest deinen Urlaub anhand deiner Fotografien Revue passieren lassen? Dabei gilt es einige Hürden bei der Ausarbeitung zu nehmen, denn nicht immer geht bei der Bearbeitungen via Photoshop alles glatt. Besonders die Landschaftsfotografien verlangen ein klares Gespür, wenn es um die Nachbearbeitung der Helligkeit, der Farbe (Sättigung) oder des Kontrasts geht.

Ob eklatant schön oder natürlich, keine andere Art der Fotografie bietet mehr Potenzial für beeindruckende Bildsprache als Landschaften. Reist du um die halbe Welt um eine herrliche Szene zu suchen oder tätigst du einen Schnappschuß durch deine Heckscheibe: Wenn man nur lange genug intensiv hinsieht, findest du auch bei einem noch so kurzen Spaziergang ein atemberaubendes Motiv.

In verschiedenen Fotobearbeitungsprogrammen werden eine Vielzahl von Tipps, Ratschlägen und Techniken angeboten, um dich dabei zu unterstützen, deine eigenen beeindruckenden Landschaften zu optimieren.

Hier sind meine wichtigsten Tipps für Anfänger im Bereich der Reisefotografie zusammengefasst, um die eigenen Aufnahmen richtig zu präsentieren. Neben diesen Erkenntnissen, bekommst du auch einen Einblick in eine fantastische Auswahl an Photoshop-Techniken im Bereich Belichtung und aufschlussreiche Details. Du lernst zum Beispiel, wie du deinem schönsten Urlaubsbild atemberaubende Lichtstrahlen hinzufügen kannst.

Reisefoto Bildbearbeitung

Obwohl die Technik bei Landschaftsaufnahmen sich über die Jahre verändert hat, bleiben ein paar Dinge konstant. Ein Auge für Fotomontage, ein stabiles Stativ, Qualitätslinsen und eine gehörige Portion Geduld sind immer noch eine der wichtigsten Grundlagen für den Erfolg.

Sobald du ein schönes Bild geschossen hast, dann speichere es als TIFF-Datei für die spätere Verarbeitung in Photoshop & Co. ab. Es gibt viele Einstellungen, mit denen du in Adobe Photoshop arbeiten kannst. Mit der Zeit bekommst du dafür den erforderlichen Blick und natürlich auch das nötige KnowHow. Allerdings musst du nicht zwingend mit Photoshop arbeiten, es gibt nämlich auch eine Vielzahl an billigeren und sogar kostenlosen Fotobearbeitungsprogrammen.

An`s Eingemachte:

Ich wünschte, ich könnte dir sagen, wie oft ich fade Fotos, die Menschen auf ihren Reisen gemacht haben, mit nur ein paar Mausklicks viel besser machen könnte. Hässliche Fotos, die mit weniger als 60 Sekunden schlagartig mehr Aufmerksamkeit bekommen würden – und das nicht im negativen Sinn. Die einzige Sache, die jeder Hobbyfotograf verbessern könnte, ist, sich die Zeit zu nehmen, die Fotos zu bearbeiten. Es ist nicht kompliziert und daher kann es jeder lernen.

Die Wahrheit über deine Kamera:

Es gibt keine Spiegelreflexamera, die so gut ist wie ein menschliches Auge. Du hast das wahrscheinlich bemerkt, wenn du jemals ein Foto mit einem hohen Dynamikbereich (dunkle Schatten und helle Lichter) gemacht hast. Die meisten Leute denken, dass sie die Wirklichkeit erfassen, wenn sie ein Foto machen. Das ist aber überhaupt nicht so. Es gibt eine Reihe von Einstellungen für eine Kamera, und welche Einstellungen du wählst, wird darüber bestimmen, wie das Foto später aussehen wird. Der Sensor, die Linse und andere Dinge sind alles Faktoren die sich im endgültigen Bild niederschlagen. Mit Sicherheit hast du schon einmal bemerkt welchen Unterschied der Weißabgleich machen kann. Er entscheidet nämlich darüber wie die Farben auf dem Bild wirken.

Landschaften nach bearbeiten

Wenn du eine Landschaft bildlich erfassen willst, hängt das Ergebnis des Bildes von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, die mit der Kameraeinstellung jederzeit geändert werden können. Daran kannst du ganz leicht erkennen, dass du „die Wahrheit“ nicht erfasst, sondern lediglich eine Art Version von „der Wahrheit“. Änderst du die Einstellungen, die Hardware oder die Beleuchtung, wirst du ein ganz anderen Ergebnis bekommen.

Unsere Empfehlung: Der Online-Bildbearbeitungskurs für Landschaftsbilder von Matthias Haltenhof.

Ist Fotobearbeitung Betrug?

Ist es unethisch, die Lieblingsbilder einer Städtereise zu bearbeiten? Die meiste negative Anhaftung kommt aus Modezeitschriften, die Bilder bearbeiten, um Modelle schlanker aussehen zu lassen. Diese Dinge könnten sehr gut unethisch sein, aber das ist nicht die Art von Bearbeitung von der ich rede.

Die meisten Änderungen, die Urlaubsfotos erfordern, sind Fragen der Schärfe, das Beschneiden, Farbkorrektur und Belichtung. Anstelle der Dunkelkammer, ist es heute ist der Computer, in dem die Urlaubserinnerungen Farbe annehmen.

Der Zweck der Bearbeitung sollte sein, das Foto so aussehen zu lassen, wie du die Szene ursprünglich mit den Augen wahrgenommen hast, nicht mehr. Denn unterbelichtete, überbelichtete und flache Bilder sind nicht das, was wir mit dem bloßen Auge sehen.

Der Akt der Erfassung einer Szene mit der Kamera sollte daher der erste Schritt bei der Schaffung eines Bildes sein, nicht der Letzte.

Was sollte ich bearbeiten?

Um Urlaubsbilder richtig gut aus schauen zu lassen, reichen ein paar grundlegende Bildbearbeitungs-Techniken. Diese möchte ich im Folgenden einmal näher erläutern:

Überbelichtung / Unterbelichtung: Um diese Probleme zu beheben, reicht es, wenn du am Helligkeitsregler in deinem Fotobearbeitungsprogramm spielst. Wichtig ist, dass du solange herum probierst bis das Bild korrekt belichtet ist. Das erkennst du daran, wenn alle Bereiche weder zu hell noch zu dunkel dargestellt werden.

Zuschneiden: Wenn deine Kamera nicht richtig vergrößert, gibt es vielleicht zu viel Hintergrund und zu wenig Thema im Foto. Mit dem „Selektiven Fokus“, sprich dem Beschneidungswerkzeug in deiner Fotosoftware ist dieser Schaden schnell behoben. Dabei ist darauf zu achten, dass du nicht zu viel vom Hintergrund wegschneidest. Ansonsten erhälst du Fotos, die sehr wenig Aussagekraft besitzen.

Hast du jemals ein Foto gesehen, das ausgewaschen wirkte? Es war wahrscheinlich ein Problem mit dem Kontrast im Bild. Die Einstellung des Kontrasts kann oft ein Bild zum Leben erewecken, das sehr langweilig und flach ist. Hierbei ist die Vorgehensweise ähnlich wie bei der Über- und Unterbelichtungskorrektur: Allerdings wird hier nicht der Helligkeits-, sondern der Kontrastregler verschoben bis das Bild nicht mehr ausgewaschen wirkt. Manchmal hilft es noch wenn man die Kanten im Bild ein bisschen nach schärft. Danach gibt es in der Regel keine flauen Stellen mehr im Foto.

Welche Software sollte ich verwenden?

Für die grundlegende Bildbearbeitung, gibt es eine Reihe von Tools, die du verwenden kannst. Eine kleine Auswahl von ihnen findest du im Folgenden.

Adobe Photoshop Lightroom:

Damit arbeiten professionelle Fotografen. Diese Software hat die grundlegendsten Bearbeitungsfunktionen, die ich oben erwähnt habe, und eine ganze Menge mehr. Ich bin in der Lage, Lightroom für 98% der Foto-Bearbeitung zu verwenden. Verfügbar ist die Software für Mac und Windows.

Apple Aperture:

Aperture und Lightroom sind ein bisschen wie Coca-Cola und Pepsi der Foto Welt. Ich habe es nicht persönlich, aber viele Leute arbeiten damit, und die Software bietet Funktionen, die Lightroom sehr ähnlich sind. Verfügbar nur auf dem Mac. Ein Nachteil von Apple Aperture ist, das es nur sehr wenig Tutorials im Netz gibt. Daher rate ich Anfängern immer dazu sich Adobe Lightroom zu kaufen. Hier gibt es quasi ein Überangebot an Tipps & Tricks.

Apples iPhoto:

Wenn Sie einen Mac besitzen, haben Sie Apples iPhoto wahrscheinlich installiert. Es ist für Hobbyfotografen konzipiert. Einfacher zu bedienen als Aperture und Lightroom, aber es gibt nicht so viele Funktionen.

Adobe Photoshop:

Sie können so ziemlich alles mit Photoshop anstellen. Allerdings ist es teuer und erfordert doch einiges an Wissen. Er ist auch nicht dafür geeignet, viele Bilder auf einmal zu verarbeiten. Hierfür empfiehlt sich das bereits oben erwähnte Lightroom. Es besitzt nämlich eine Stapelverarbeitungsfunktion.

PicMonkey:

Es gibt mehrere Websites, die es dir erlauben, grundlegende Bildbearbeitung online, kostenlos und ohne die Installation eines Programms durchzuführen. Ich erwähne hier PicMonkey, weil es das ist, was Otto-Normalverbraucher für seine Online-Bildbearbeitung nutzen sollte. Es bietet alle wichtigen Funktionen und zudem gibt es viele Anleitungen, die dir die Bildbearbeitung erleichtern.

Das Spiegelreflexkamera-tests.net Fazit:

Wenn du dir nicht die Zeit nimmst, einige kleinere Bearbeitung an deinen Reisefotos durchzuführen, kannst du deine Bilder nur zur Hälfte genießen. Und ganz ehrlich wer will das schon? Unsere Empfehlung: Der Online-Bildbearbeitungskurs für Landschaftsbilder von Matthias Haltenhof.