Sony Alpha 99 II: ultraschnell, gigantische 42 MP

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Die Sony Alpha 99 II hat neben vielen zusätzlichen Extras auch wieder den A-Mount erhalten. Sie wurde deutlich verbessert und erfüllt die Wünsche der Sony- Nutzer. Der 42 Megapixel Sensor, 12 Bilder in der Sekunde und Serienaufnahmen von 62 Fotos sprechen für sich. Weiterhin wurde ein Joystick zum Wechsel der Fokusfelder hinzugefügt und der Autofokus ist schnell und zuverlässig.

Ausstattung & Technik

Äußerlich ähnelt die Sony einer normalen DSLR, ist aber etwas rundlicher. Für das Gehäuse wurde eine Magnesiumlegierung verwendet. Dabei liegt sie gut in der Hand und ist geschützt gegen Staub und Spritzwasser. Wer blitzen möchte, der muss auf einen externen Blitz zurückgreifen. Dafür erledigt der 5-Achsen- Stabilisator eine Stabilisierung von jedem verwendeten Objektiv. Die Größe des Gehäuses wurde etwas reduziert und ähnelt nun der A 77 II. Mit einer Akkuladung schafft die A 99 II im Sucherbetrieb fast 400 Bilder und auf zwei Speicherkarten können die Bilder und hochauflösenden Videos gespeichert werden. Dabei fungiert Slot 1 als Multisteckplatz. Hier können wahlweise eine SD-Karte oder ein Memory- Stick eingesetzt werden. Der elektronische Sucher mit seinen 786.432 Bildpunkten zählt zu den Besten am Markt und er arbeitet fast verzögerungsfrei. Der Kontrast wirkt sehr ausgeglichen und die Farben differenziert. Dieser vergrößert um das 0,78-fache. Zusätzlich gibt es einen klappbaren 3 Zoll Monitor, der auch einen Selfie-Modus beinhaltet. Was fehlt ist allerdings die Touch- Funktion.

Ausstattung & Geschwindigkeit

Die knapp 850 Gramm leichte Kamera verfügt über zwei Rändelräder zur Einstellung von Verschluss- und Blendenzeit und elf Funktionstasten. Diese können frei nach den Wünschen des Fotografen belegt werden und ermöglichen eine schnelle Einstellung der Sony A 99 II.

Die Übertragung auf die Speicherkarten geschieht mit 35 Mbyte/s. Aufnahmen lassen sich aber bereits betrachten, bevor sie auf der Karte abgelegt wurden. Das Menü wurde zur besseren Lesbarkeit farbig hinterlegt und die Punkte erklären sich von selbst.

Bildqualität

Der 42 Megapixel Sensor hat auch diesmal keinen Tiefpassfilter und liefert tolle Bilder bis ISO 6.400. Höhere ISO- Werte können allerdings nur noch als Schnappschuss verwendet werden. Ab ISO 1.600 sind Texturverluste sichtbar und die Kanten werden massiv aufgeteilt. Betrachtet man die Bilder am Display wird das Bildrauschen erst ab ISO 25.600 bemerkbar.
Je nach Motiv wirkt das etwas verwirrend. Das Rauschverhalten bleibt allerding bis ISO 6.400 recht moderat. Am höchsten ist die Dynamik bei ISO 400 mit 10,3 Blenden.

Das hohe Tempo wurde durch den neuen LSI- Prozessor nochmals verbessert. Schaut man sich die Detailwiedergabe an, werden hier fast 100 Linienpaare pro Bildhöhe mehr erreicht. Dadurch wird zusätzlich ein höherer Detailgrad erreicht. Betrachten man das Bildrauschen und die Kantenschärfe, kann man keine wesentliche Unterschiede zum Vorgänger erkennen. Auch das Autofokus- System hat keine wesentlichen Änderungen erhalten. Die Sony verfügt über 399 Fokusfelder mit Phasenerkennung. Hiervon lassen sich 323 über den Joystick ansteuern, der sich auf der Rückseite der Kamera befindet. Ein zusätzliches Fokusmodul ist dafür verantwortlich, dass die 79 mittig angeordneten Felder treffsicher und schnell scharstellen. Das führt dazu, dass bei der Serienbildfunktion das zu fotografierende Objekt immer im Fokus gehalten werden kann. Und das funktioniert sogar in der Dämmerung. Der zentrale Fokus ist auch in der Dunkelheit extrem zuverlässig und treffsicher.

Vor- & Nachteile der Sony Alpha 99 II

Die 42-Megapixel sorgen für eine hervorragende Bildqualität auch im High-ISO Bereich. Videos können in Zeitlupe und UHD aufgenommen werden. Das Menü wurde sinnvoll strukturiert und die Kamera verfügt über WLAN, Bluetooth und NFC. Der schnelle und treffsichere Fokus funktioniert auch in der Dunkelheit und die Serienbildaufnahme ist sehr schnell.

Die Serienbildlänge könnte allerdings etwas länger sein. Zudem sind die Speicherkarten- Schächte recht langsam.

Die Sony A 99 II richtet sich an den Profifotografen und eignet sich durch ihr spritzwassergeschütztes Gehäuse auch für Outdoor-Aufnahmen. Durch die hohe Serienbildgeschwindigkeit ist die A 99 II auch ein guter Partner für die Sport- und Actionfotografie.

Einordnung ins Produktsortiment von Sony

Die Sony A 99 verfügte ebenfalls über das A- Bajonett und wurde im Jahr 2012 vorgestellt. Auch sie richtete sich bereits an den professionellen Fotografen und hatte viele Einstellungsmöglichkeiten.

Fazit

Die Sony Alpha 99 II hat nicht nur ein Facelifting erhalten, sondern überrascht mit vielen Verbesserungen. Die Bildqualität ist herausragend und die 12 Bilder je Sekunde können überzeugen. Dies ist auch durch den verbesserten Autofokus möglich, was sie Sporttauglich macht. Die Sony ist eine echte Alternative zu teuren und schweren DSLR-Kameras. Der Puffer könnte etwas größer ausfallen. Dafür ist das Menü sehr übersichtlich und benutzerfreundlich.

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