Das Spiegelreflexkamera Objektiv ABC

Spiegelreflexkamera Objektiv Kaufberatung

Sobald man sich für eine bestimmte DSLR entschieden hat, stellt man sich die Frage ob man ein Kitobjektiv einsetzt oder lieber gleich ein ordentliches und auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmtes Objektiv zu legt. Welche Arten von Objektiven es gibt, wann man diese einsetzt und auf was man beim Kaufen achten muss, erfährst Du in diesem Beitrag. Außerdem gebe ich ein paar Tipps, wie man beim Objektivkauf richtig Geld sparen kann.

Jedes Objektiv hat eine bestimmte Charakteristik. Der Maßstab für die Einteilung der verschiedenen Optiken ist der Vergleich mit dem menschlichen Blickwinkel. Dieser liegt ungefähr zwischen 45 ° und 55 °. Dabei gilt, dass Objektive mit einem höheren Bildwinkel unter dem Namen Weitwinkel geführt werden. Objektive die hingegen über einen kleineren Bildwinkel verfügen, sind Zoom- bzw. Teleobjektive.

Weitwinkel und Fish Eyes:

Charakteristisch für diese Art von Objektiven ist, dass sie sehr viel mehr Bild zeigen. Deshalb eignen sie sich besonders gut für die Aufnahme von Architektur oder Landschaften. Auch im Bereich der Party- und Eventfotografen sowie den Videografen finden sie großen Anklang. Das liegt daran, weil sie über eine große Schärfentiefe verfügen.

Wer also viel aus der Hand filmt, oft den Autofokus benötigt und eine Menge aufs Bild bringen möchte ist mit einem Weitwinkel sehr gut beraten. Allerdings muss man auch mit ein paar Nachteilen leben. Denn durch die große Schärfentiefe ist es einem fast nicht möglich mit feinen Schärfeverläufen zu arbeiten.

Außerdem werden Linien, gerade bei den extremen Weitwinkel-Objektiven, den sogenannten Fish-Eyes ordentlich gekrümmt. Auch Verzerrungen können auf treten. So ein Verhalten kann man bei den beliebten GoPro Actioncams beobachten. Das liegt daran, weil bei ihnen kein Weitwinkel-, sondern ein FishEye-Objektiv verbaut wurde.

Normalbrennweiten:

Diese entsprechen in etwa dem Blickwinkel eines Menschen. Deshalb werden sie häufig bei Bildern eingesetzt, die sehr natürlich wirken sollen. Ein gutes Beispiel für eine Normalbrennweite ist im Kleinbildbereich eine 55 mm starke Festbrennweite. Hierbei handelt es sich auch um die Standardoptik schlecht hin.

Teleobjektive:

speigelreflexkamera objektivWie bereits weiter oben erklärt, hat ein Telezoom einen sehr geringen Bildwinkel. Allerdings holt es hierfür auch die weit entferntesten Objekte noch nah heran. Im Videobereich werden solche Optiken nur selten eingesetzt. Ganz anders schaut das hingegen bei den Fotografen aus.

Sie setzen diese meist in der Naturfotografie oder auf Events ein. Aber auch oft um gezielt mit der kleinen Schärfentiefe arbeiten zu können. Denn mit Teleobjektiven schafft man es, dass sich der Hinter- sowie der Vordergrund verschmelzen lassen. Es ist aber auch möglich nur wenige Zentimeter eines Bildes scharf dar zu stellen und den Rest in ein Kleid aus wunderschöner Unschärfe zu betten.

Außerdem werden leichte Telezooms auch in der Portraitfotografie eingesetzt. Denn ein ein Teleobjektiv mit einer Brennweite von 70 mm schmeichelt dem menschlichen Gesicht. Ein Weitwinkel hingegen lässt Personen nicht schlanker, sondern dicker aus sehen.

Worauf sollte man beim Objektiv kaufen achten?

Wenn Geld keine all zu große Rolle spielt, sollte man das meiste nicht in die Kamera, sondern lieber in die Objektive investieren. Wichtig ist, dass man sich die Abbildungsleistung seines Wunschobjektivs genau anschaut. Man sollte vor allem auf die chromatischen Aberrationen sowie die Vignettierungen achten.

Wie lässt sich Geld beim Objektivkauf sparen?

Sollte man hingegen nicht über all zu viel Kohle verfügen, kann man auch mit dem Einsatz eines Vorsatzes bzw. Konverters Einiges erreichen. So lässt sich z. B. mithilfe eines Vorsatzes aus einem Standardobjektiv ganz einfach ein Weitwinkel machen.

Allerdings sollte man die Vorsätze gründlich auf die Abbildungsleistung testen. Denn oft lässt die Qualität des Objektivs unter der Verwendung eines minderwertigen Vorsatzes stark nach. Dann kommen oft seltsame Strukturen oder unscharfe Bereiche im Bild vor, die man in der Regel nur schwer oder gar nicht aus dem Bild bekommt.

Außerdem kann man mit den Vorsätzen in der Regel nicht die volle Bandbreite des Zooms aus nutzen, da sie diesen entweder einschränken oder völlig unbrauchbar machen. Zum Beispiel kann es vorkommen, dass man bei der maximalen Weitwinkelstellung schwarze Ecken im Bild sieht.

Möchte man hingegen den Telebereich eins Zoomobjektivs verstärken, gelingt das nicht mit einem Vorsatz, sondern mit einem Konverter. Oft kann man die Brennweite damit sogar verdoppeln. Allerdings muss man die neu gewonnene Brennweite mit der Blende bezahlen.

Das Spiegelreflexkamera-tests.net Fazit:

Einsteiger sollten sich ein Objektiv mit einer Brennweite von 18 bis 85 mm zu legen. Damit decken sie die meisten Aufgabengebiete ab und müssen zudem auch nicht ständig das Objektiv wechseln. Außerdem kann man mithilfe eines Konverters die Teleleistung noch einmal ordentlich steigern.