Stefan Steinbach von stefansteinbach.com im Interview

Stefan Steinbach im Interview

Auch bei Stefan Steinbach habe ich einmal etwas „hinter die Kulissen geschaut“ und mit ihm ein Interview geführt. Sein Blog ist gerade für Einsteiger in die Welt der Fotografie eine prima Anlaufstelle. Jeden Freitag veröffentlicht er dort einen interessanten Artikel.

Wie er zum Fotografieren gekommen ist, welche Ausrüstungsgegenstände er regelmäßig einsetzt und worauf es bei der Beautyfotografie ankommt, erfährst du im Folgenden.

Hallo Stefan. Bitte stell dich meinen Lesern kurz vor.

Hallo Fabian, hallo liebe Leser. Mein Name ist Stefan Steinbach, Fotograf aus Stuttgart. Seit 4 Monaten bin ich jetzt selbständiger Fotograf. Vor der Selbständigkeit war ich Student an der HdM-Stuttgart. Und vor dem Studentenleben habe ich eine Ausbildung zum Fotografen gemacht.

Ich schreibe auf meinem Blog www.stefansteinbach.com über verschiedene Fotografie-Themen.

Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Es hört sich an wie so viele Geschichten, deswegen ganz kurz ;-). Ja ich habe auch als kleiner Junge schon die ersten Fotos geschossen. Und ja ich habe mir vieles auch selber beigebracht (autodidaktisch, ich liebe das Wort). Ich habe damals aber nie wirklich fotografiert um Fotos zu kreieren. Eher hab ich es als Mittel zum Zweck gesehen. Meist habe ich die Fotos genommen und als Vorlage für Zeichnungen genommen. Später habe ich dann die Bildbearbeitung extrem spannend gefunden. Ja, und schlussendlich war ich von der Fotografie so begeistert das ich sogar eine Ausbildung gemacht habe.

Welches Equipment setzt du häufig ein?

Oje, wenn ich das sage lachen mich manche wahrscheinlich aus. Fangen wir mal mit der Kamera an, ich fotografiere mit einer Nikon D700. Sie ist schon etwas in die Jahre gekommen, aber ich finde sie immer noch gut. Eine neue Anschaffung wird wohl die D810 oder D750 sein, mal schauen. Meine Zweitkamera ist ein noch älteres Modell die Nikon D50. Die immer noch richtig gute Bilder schießt. Gerade für Notfälle reicht sie vollkommen aus.

Bei den Objektiven habe ich mich in meine Nikkor 50mm 1.8D Festbrennweite verliebt. Ab und zu fotografiere ich aber noch mit meinem Tamron 28-75mm 2.8.

Weil ich oft Business-Portraits fotografiere, hab ich noch drei Dauerlichter im Einsatz. Diese habe ich mit mehreren Birnen ausgestattet um schnellere Verschlusszeiten zu erzielen. So wird alles scharf. Die Teile sind echt praktisch und leicht zu transportieren.

Meinen Sunbouncer habe ich auch immer dabei aber nicht so häufig im Einsatz.

Welche Art der Fotografie gefällt dir am besten?

Eigentlich alle Arten der Fotografie gefallen mir. Wenn die Bilder gut umgesetzt sind. Ich habe erst letztens Bilder von einem Freund angeschaut. Er fotografiert banale Alltags-Situationen. Eigentlich kann ich damit nicht wirklich was anfangen. Aber er hat einfach ein gutes Auge für Komposition und Farben. Sehr schön.

Ich fotografiere gerne Menschen. Geil, das sagt irgendwie jeder zweite Fotograf ;-). Es ist halt einfach so!

Außerdem finde ich die Food-Fotografie sehr interessant. Dort bin ich erst die letzten zwei Jahre mehr oder weniger rein gerutscht. Ich finde es interessant Essen schmackhaft darzustellen. Und das Kochen macht natürlich auch Spaß!

Du betreibst einen Fotografie-Blog. Was genau findet man dort?

Der Blog existiert seit 4 Monaten. Dort findet man bisher Artikel für Fotografie Anfänger. Alle die in die Fotografie einsteigen wollen, heiß ich Herzlich Willkommen.

Weitere Artikel in der Zukunft sollen sich aber auch um andere Themen drehen. Vielleicht starte ich auch noch ein Nebenprojekt nur für Fotografen. Aber erst mal gibt es nur diesen einen Blog

Du bietest einen kostenlosen Fotokurs an. Erzähl mir bitte mehr darüber.

Man muss vielleicht so anfangen. Ich habe einen Newsletter in den sich die Leute eintragen können.
Dort bekommen die Abonnenten immer eine Mail wenn ein neuer Artikel rauskommt. Weil ich den Leuten auch etwas bieten will für ihr Vertrauen, habe ich den Fotokurs erstellt.

Der Fotokurs besteht aus mehreren kleinen Tipps die sofort umsetzbar sind aber auch etwas Theorie. Es soll den Leuten helfen besser zu fotografieren. Und da manche Themen schlichtweg keinen ganzen Blogartikel füllen packe ich diese Infos in den Fotokurs.

Jede Woche bekommen die Leute eine Mail mit einem neuen Tipp. Ich finde es als Ergänzung zu meinem Blog ganz hilfreich.

Auch einen Youtubekanal kannst du dein Eigen nennen. Was für Videos veröffentlichst du dort?

Leider muss ich zu meiner Schande gestehen bin ich dort noch nicht so aktiv. Angedacht sind Video-Tutorials. Gerade im Bereich Bildbearbeitung. Aber auch Making Of von Shootings usw.

Bisher sind erst zwei Videos online und die sind nicht so gelungen. Ich bin noch nicht so fit mit, ins Mikrofon, reden. Aber ich übe weiter und bald kommen dort weitere Videos. Besser, genialer und großartiger :-).

Du warst auf einer Fotoreise in Amsterdam. Gab es Bilder oder Momente, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?

Ja das Wetter ;-). Das war nämlich so richtig sch..bescheiden. Aber allgemein finde ich Amsterdam hammer. Ich sag immer, es hat ein bisschen was von Venedig mit seinen Kanälen.

Ich war dort mit meiner Freundin nur für ein paar Tage, ganz spontan. Ich hatte auch nur meine D50 mit 50mm dabei. Die Bilder, die entstanden sind, finde ich richtig schön. Gerade weil das Wetter nicht so strahlender Sonnenschein war, hatte man schöne Wolken im Himmel. Da war das schlechte Wetter doch für was gut.

Ein Bild von meiner Freundin hab ich auf meiner Seite hochgeladen. Der Moment hat perfekt gepasst. Wo ich das Bild später am Rechner gesehen habe musste ich es gleich bearbeiten. Andere Bilder aus Amsterdam folgen demnächst.

Wohin soll deine nächste Fotoreise gehen?

Uhi, dass weiß ich ehrlich gesagt noch gar nicht. Ich würde ja gerne nach Island oder Neuseeland.
Aber mal schauen wie es mit der Zeit klappt. Es stehen gerade noch ein paar Projekte an, die dieses Jahr fertig werden müssen. Mal schauen, wenn nicht dieses Jahr dann nächstes Jahr.

Zum Schluss würde ich mich noch über 3 Tipps freuen, die man deiner Meinung nach bei der Beautyfotografie beachten sollte.

Gute Frage. Ganz spontan fällt mir nicht wirklich was ein. Es ist schwierig pauschal Tipps zu geben.

Ich versuch´s mal so. Tipp 1 professionelles Model. Tipp 2 professionelle Visagistin. Tipp 3 Nachbearbeitung

Ich weiß nicht genau wieso du mich über Beauty fragst, aber ich denke mal wegen dem Bild in meinem Portfolio? Und genau hier muss ich dazu sagen, hatte ich kein professionelles Model und auch keine Visagistin. Dafür kenne ich mich gut in Photoshop aus.

Die oberen Punkte sind meine Tipps, die dir wahrscheinlich jeder Fotograf bestätigt. Es ist nur so, dass viele kein Geld ausgeben wollen. Deswegen wird man nur mit halb- bis non- professionellen Models arbeiten. Hier musst du wirklich jede Pose so hin drehen wie du es willst. Das ist eine echte Herausforderung.

Das Make-Up ist ebenso ein wichtiger Punkt. Es geht in Photoshop. Jedoch musst du dich dann wirklich mit Make-Up, Farbe und Anatomie auskennen.

Um es kurz zu machen. Mein nächstes Beauty-Shooting ist mit Visa und professionellem Model.

Vielen Dank Stefan für das nette Interview!